
Von der psychiatrischen Klinik nach einem halben Jahr Aufenthalt direkt zum Flughafen Zürich, von dort mit Oman Air Richtung Bangkok. Zwischenstopp auf dem noch ruhigen Flughafen in Muscat.
Ein angenehmes, ruhiges, kleines Hotel gefunden, Eingang zum Beach Garden Pattaya.
Das Restaurant bei der Reception gelegen, hell wie das ganze Garten-Resort. Auch die Angestellten mit heller Art. Hier gibt es das Frühstück, das übrigens während 24 Stunden serviert wird. Wir sind ja in Pattaya...

Mein Zimmer. Nicht ein Bungalow, sondern in einem neuen Nebengebäude. Nicht ganz ursprünglich, dafür hell!
Aus einem Mail:
Nach meiner Ankunft am Samstagabend nahm ich ein Taxi nach Pattaya, wo ich ein Zimmer reserviert hatte. In dem Resort, in dem ich schon oft gewesen bin und das meine Lieblingsadresse war, gab es keine freien Bungalows mehr, dafür ein Zimmer in einem Annexgebäude, das dunkel und idiotisch eingerichtet war. Das Hotel auf Wochen hinaus ausgebucht, gab es auch keine Chance, in nächster Zeit einen Bungalow zu bekommen. Ich musste mich also nach einem anderen Ort umsehen. Nur, verflixt, sind alle Hotels in Pattaya ausgebucht.
Ich habe noch nie so viele Touristen wie dieses Mal hier gesehen. Sogar an der Strandpromenade geht man durch ein Volksgedränge. In der Walking Street kommt man kaum durch. Nun gut, es ist Hochsaison, aber diese Menschenmassen hier sind doch aussergewöhnlich. Es gibt natürlich die typischen Männer hier, aber man sieht noch mehr viele Ehepaare oder Familien, von der Grossmutter bis zum Enkel, Europäer, Russen, Araber ... Alle kommen her. Zum einen gibt es diese Touristenzunahme wohl, weil Thailand auch mit den leicht höheren Flugkosten aus Europa doch immer noch eine der günstigsten Destinationen ist, und dann sind für viele Touristen die Araberstaaten aus Nordafrika nach dem arabischen "Frühling" (wird wohl ein Winter werden) und der Radikalisierung der Staaten von Ägypten bis Marokko nicht mehr appetitlich für Badeferien. Schon am Flughafen sah ich Tausende Touristen an der Einreise. Drum wird es dann schwierig, noch ein Zimmer in einem erschwinglichen Resort zu finden. Es gibt die grossen Hotelblöcke, aber darin kann ich nicht wohnen. Wenn in Pattaya, will ich in einem Resort mit Bungalows und Garten sein, so wie die ersten Hotels hier waren. Ein wenig alte Zeit.
Bei meiner Wanderung gestern fand ich dann einen Ort, der mir gefiel und wo heute ein Zimmer frei wurde. http://www.thebeachgarden.com/
Die Angestellten waren so freundlich, wie es in früherer Zeit war. Ich mochte sie gut, und ich gab ihnen schon beim Einchecken all meine restlichen Schokoladen. Das Zimmer ist gut eingerichtet, mit einer grossen Fensterfront gegen den Garten und grossem Balkon. Gratis Internet auch. Ein Fernseher mit den gängigen europäischen Programmen, wovon ich Deutsche Welle am liebsten schaue. 1300 Baht in der Hochsaison inklusive Frühstück, das zu jeder Zeit genommen werden kann. Im Monat kommt das also auf etwa 1200 Franken, ab März dann wieder etwas günstiger. Mir ist wohl hier, ich bin dankbar, dieses Resort gefunden zu haben.
Im Cottage, wo ich zuerst war, waren auch einige Angestellte gehemmt bis ablehnend. Das letzte Mal, als ich dort war, wurde ja mein Zimmer ausgeraubt und ich verdächtigte den Hauptwächter. Hier nun ist eine grosse Ruhe, man hört nichts von den anderen Touristen und sieht sie auch kaum.
Dann brauchte ich nach meiner Ankunft auch ein neues Telefon. Mit dem iPhone kann man nicht roamen, die SIM-Karte ist von Land zu Land nicht so einfach auswechselbar. Ich entschied mich für das Samsung Galaxy S, eine Spur kleiner als das Galaxy, aber mit all seinen Funktionen. Ich stellte mir nicht vor, dass Android so vollständig anders als das Apple OS sein könnte. Das Phone läuft sehr schnell, schneller als das iPhone, aber es gibt so viele Möglichkeiten, dass man alles vollständig neu lernen muss. Ich schaffte es nicht einmal, dein Mail zu beantworten. Wahrscheinlich werde ich Wochen brauchen, bis ich das Gerät beherrsche. Dabei hilft, dass ich jederzeit in den Shop gehen kann, wo ich es kaufte, um es mir zeigen zu lassen, wenn ich anstehe. Die Leute haben Zeit, bzw. nehmen sich gerne die Zeit, um Nachhilfe-Unterricht zu geben. "You can come anytime", sagte mir der kleinwüchsige, schwule Ladenbesitzer, der immer lacht wie ein KInd. Thai eben.
Nach drei Nächten hier lächle ich offenbar auch schon zwischendurch. Die Friseurin gestern gab mir ein klares Feedback, ich sähe grimmig aus, wenn ich nicht lächle. Wer nicht lächle, liebe sich selbst nicht. Ich stimmte ihr zu. Trotzdem bemerke ich, dass wenn ich an einer Beer Bar sitze, die jungen Frauen sich nicht an mich wagen. Da ist immer noch Grimm und Schweigsamkeit (Abgekehrtheit) in mir. Dann freut mich umso mehr, wenn jemand mit mir das Gespräch sucht, wie gestern ein feiner, junger Kasakhe auf dem Zweireihertaxi, der hier Englisch studiert.
Dann liess ich mir auch bereits eine neue Brille machen. Die alte war seit Monaten gebrochen, und ich brauchte sie gleichwohl, mit Klebstreifen zusammengeflickt. Das neue Gestell ist eine Kopie von Silhouette, auch aus Titan, randlos, sie kostete mich knapp 6000 Baht, also nicht einmal 200 Franken. Da hat sich das Warten gelohnt.




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